Essen wir noch wie die Steinzeitmenschen oder schon wie Cyborgs?

Unsere globale Gesellschaft befindet sich in vielen Lebensbereichen in einem großen Wandel, der durch dynamische Komplexität gekennzeichnet ist. Dazu gehört in mehrfacher Hinsicht auch unsere Ernährung, die sich im Laufe unserer Evolution stark verändert hat, obwohl sich an den Prinzipien und Nährstoffen, was wir zum Überleben benötigen, kaum etwas ändert. 

Unsere globale Gesellschaft befindet sich in vielen Lebensbereichen in einem großen Wandel, der durch dynamische Komplexität gekennzeichnet ist. Dazu gehört in mehrfacher Hinsicht auch unsere Ernährung, die sich im Laufe unserer Evolution stark verändert hat, obwohl sich an den Prinzipien und Nährstoffen, was wir zum Überleben benötigen, kaum etwas ändert. 

Die Entwicklung unserer Ernährung von der Steinzeit bis heute spiegelt die Innovations- und Entwicklungsstadien der Menschheit wider. Von einer relativ stillen, weiten und unbekannten Welt im Paläolithikum (ca. 2.5 Mio. – 10.000 Jahre) , in der die Menschen sich jeweils in kleinen Gruppen mit großer Zähigkeit gegen die Natur behaupten mussten, wurde eine rastlose globale Welt, in der die Nahrung hochverarbeitet ist- ein Industriegut mit einer langen globalen Wertschöpfungskette, die ausserdem durch Kriege und Klimakatastrophen bedroht ist und zunehmend voller gesundheitlicher Risiken und Toxine.

Das hat massive Auswirkungen auf unsere Gesundheit mit epigenetischem und generationenübergreifendem Einfluß. Ob unsere Vorfahren auch so viele Diätarten, Nahrungsunverträglichkeiten, Herz-Kreislauferkrankungen, Reizdärme oder Kreidezähne hatten?

Nahrungsmittel haben sich sehr verändert.  Die meisten Lebensmittel werden heute unter Einsatz von Pflanzen- und Agrartechnologie erzeugt und industriell weiterverarbeitet und verpackt. Aus pflanzlichen oder tierischen Stammzellen können wir heute bereits  Nahrung im Labor-Bioreaktor selbst erschaffen- ganz ohne Tiere und Natur.

Zahlreiche Start-ups und Forschungsinstitute beschäftigen sich mit der Frage wie man Fleisch, Käse, Milch & Brot ersetzen kann und das Investitionsvolumen in diesem Markt ist enorm, gehört die Ernährung doch zur kritischen Infrastruktur.

Die Lebensmittelforschung überwindet gerade die seit über 12.000 Jahre währende Überlebens- und Ernährungsart- Ackerbau und Viehzucht- und betritt mit Solein ein neues Universum der Nahrungserzeugung, wo Nahrung völlig neu erschaffen wird. Solein ursprünglich als Astronautennahrung gedacht, besteht aus Proteinen, die auf der Grundlage von Mikroben aus der Luft, CO2 und Wasserstoff hergestellt werden. Neue Erzeugermethoden haben sich entwickelt, Nahrung kann heute auch als Getränk oder per Infusion konsumiert werden, neue Ökosysteme werden für die Nahrungserzeugung entdeckt, erobert und erforscht- auch ausserhalb unserer Erde .

Doch wie wirkt sich diese Nahrung auf uns aus? Was genau macht unsere Vitalität und Lebensenergie aus? Wie hängen die steigenden Nahrungsmittelunverträglichkeiten und -allergien, aggressiven Darmerkrankungen mit der Erzeugung und Zubereitung der Nahrung oder auch dem rasant wachsenden Angebot an Nahrungsergänzungsmitteln zusammen? 

Bekommen wir durch das heutige Lebensmittelangebot alles was wir brauchen, um vital und gesund zu sein? Und worauf genau müssen wir achten in dieser Phase des großen Wandels auf unserem Teller?