Essen wir noch wie die Steinzeitmenschen oder schon wie Cyborgs?
Unsere Ernährung hat sich im Laufe unserer Evolution stark verändert, obwohl sich an den Prinzipien und Nährstoffen, die wir zum Überleben brauchen, kaum etwas ändert.
Während unsere Vorfahren in der Steinzeit ein ziemlich begrenztes Nahrungsangebot an Pflanzen und Tieren aus der direkten Umgang hatten, haben wir heute die Möglichkeit passgenaue Nährstofflösungen per Infusion zu uns zu nehmen oder Schokoriegel aus global zusammensetzten Einzelbestandteilen zu essen.
Die Entwicklung unserer Ernährung von der Steinzeit bis heute spiegelt die Innovation- und Entwicklungsstadien der Menschheit wider und unsere aussergewöhnliche Anpassungsfähigkeit.
Wo ist der rote Faden?
Die Entwicklung vom steinzeitlichen Lagerfeuer bis zu den heutigen Laboren der Lebensmittelchemie beschreibt einen großen Wandel im Zusammenleben aber auch in der Ernährungsweise. Neben dem direkten Einfluß auf Gesundheit und Energie, hat Ernährung auch belegbare Lenkungswirkung auf die Evolution und den Aufstieg oder Fall großer Kulturen.
Im Laufe der letzten etwa 200 Jahre wurde unsere Ernährung immer mehr zu einem Industriegut mit einer langen globalen Wertschöpfungskette, durch moderne Technologien oft gentechnisch und chemisch verändert, angereichert mit Toxinen entlang der Nahrungskette. Diese zunehmend krankmachende Ernährungsweise hat die Bevölkerung ziemlich fest im Griff, weswegen unter anderem die Mikrobiomforschung und die Auswirkung des Mikrobioms auf das Gehirn aktuell von so zentraler Bedeutung sind.
Der mütterchen-Science-Blog will zusammenfassen, was weit über den gegenwärtigen Tellerrand hinaus erforscht wird und der Veränderung unserer Nahrung auf die Spur kommen. Wir reisen bis die Steinzeit und wagen einen Blick in die Zukunft unserer Ernährung auf der Suche nach Gesundheit, Energie und dem roten Faden der Ernährung.


Ernährung im 21.Jahrhundert- viel Wissen, wenig Klarheit im Alltag
Es gibt global gesehen genug Nahrungsmittel und soviel medizinisches und agrarwissenschaftliches Wissen darüber wie nie zuvor. Und trotzdem oder gerade deswegen ist unsere Ernährung zu einem Stressfaktor für die meisten Menschen geworden. Von der Unsicherheit der richtigen Ernährungsform und zahlreichen medizinischen Ernährungsempfehlungen, die sich nach einem Jahr grundlegend verändern können, sind wir mit einem schwer umzusetzenden Supplement-Alltag und haufenweise Schadstoffen in der Nahrungserzeugung konfrontiert.
Es gibt heute zahlreiche Möglichkeiten sich zu ernähren, aber passt das auch zum eigenen Gesundheitszustand und den regionalen oder auch planetaren Ressourcen? Dazu kommt die Frage ob man aufgrund moralischer Bedenken auf bestimmte Nahrungsmittel verzichten muss, kann oder will. Wir haben uns an den Genug von Lebensmitteln aus der ganzen Welt gewöhnt, die im globalen Norden rund um die Uhr verfügbar sind: Fleisch, Fast-Food, Süsskram. Das wiederum nutzen die Lebensmittelkonzerne geschickt für sich, mit weitreichenden Auswirkungen.
Die Nahrungsempfehlungen der Ärzte und der Politik sind quasi wirkungslos
Die Nahrungsempfehlungen der Ärzte und der Politik sind quasi wirkungslos angesichts der globalen Schwemme an schwierigen Nahrungsmitteln und den ökonomischen Hürden, die mit gesunder Ernährung verbunden sind. Noch nie war der menschliche Verdauungskanal so gestresst.
Auch und gerade die Erzeuger leiden ebenfalls. Wenig Lohn und Ansehen für viel Mühe und Reglementierung. Zudem wird mit Nahrung und Ernteerträgen an den Börsen gehandelt, was die Gesamtsituation global gesehen kompliziert macht. Konflikte und Umweltkatastrophen erschweren zusätzlich die Ernährungssicherheit. Und all das hat einen Einfluß auf unsere Entscheidung, was wir morgen essen und was es mit uns macht.
Über die Besonderheiten der heutigen Ernährung und ihre vielfältigen Auswirkungen auf unsere Gesundheit und unseren Planeten zu berichten, über den gegenwärtigen Tellerrand hinaus-das ist das Ziel dieses Blogs.

Ernährungsbedingt krank oder gesund im 21.Jahrhundert?
Was sind ernährungsbedingte Erkrankungen überhaupt, welche Auswirkungen kann Ernährung haben?
Medizinische Pillen und Suppelements sind fester Bestandteil bei über 70% der Bevölkerung. Sie ersetzten teilweise die Nahrung oder sollen gut machen, was durch die falsche Ernährung im Organismus verursacht wurde.
Natürlich ist Ernährung nicht verantworlich für jede Erkrankung, aber sie hat täglich enormen Einfluß auf unseren Körper, da alle Bausteine unserer Zellen letztlich aus Bestandteilen unserer Ernährung bestehen. Je höher also die Qualität der Nahrung ist, desto besser sind unsere Zellen, unser Befinden und unsere kognitiven Fähigkeiten. Ernährung ist ein zentraler Lifestyle-Faktor, der auch epigenetisch große Auswirkungen hat- eine bestimmte Ernährung kann gute Gene verstärkt ablesen und schlechtere Varianten stumm schalten, wie zum Beispiel die Sirtuin-Diät- abgeleitet von der Enzymfamilie der Sirtuine, die Zellschutz, Langlebigkeit und DNA-Reparatur regulieren. Aktiviert werden diese Enzyme durch Sirtuin-Gene, die durch Fasten oder bestimmte Nahrungsmittel stärker abgelesen werden. Damit hat Ernährung Einfluß auf völlig verschiedene Erkrankungen, ist aber eben auch ein wichtiges Tor für Gesundheit.
Aber wie sieht das im Alltag aus? Was hindert uns daran uns gesund zu ernähren, obwohl wir es besser wissen? Und welche Organsysteme werden durch unsere Ernährung besonders stark beeinflußt?
Nahrungserzeugung im 21.Jahrhundert
Bei der Frage, was auf den Tisch kommt, war noch vor über 100 Jahren lediglich entscheidend, was in der begrenzten Vorratskammer war, also wie gut man über das Jahr gewirtschaftet hat oder vor etwa 20.000 Jahren, was die Natur im Umkreis von etwa 20 km gerade hergab. Heute kommt das Essen massenweise aus dem Supermarkt, wird im großen Fabriken und Laboren hergestellt, in riesigen Lagern aufbewahrt und rund um den Globus transportiert.
Wir bewegen uns zwischen Überproduktion schädlicher Produkte, neuen Technologien zur Nahrungserzeugung, massiver Lebensmittelverschwendung und einem Dschungel von Empfehlungen was das richtige Essen für uns ist. Worauf genau müssen wir achten in dieser Phase des Wandels? Sollten wir wieder selber anbauen, zurück in die Steinzeit-wieder jagen und sammeln oder nach ganz neuen Lösungsansätzen Ausschau halten?

Interstellar Lab & Dassault Systémes, BioPods
Selbsterhaltendes System zur Nahrungsmittelproduktion, ermöglicht nachhaltiges menschliches Leben auf der Erde, dem Mond und dem Mars durch Erzeugung und Wiederverwendung von Nahrung, Wasser und Luft

mütterchen YOUTH – Warum vertragen Kinder heute nicht mehr alles?
Um die Ressourcen und Überlebenskraft einer Population zu beurteilen, betrachtet man am besten den Nachwuchs. Wie gut entwickelt sich der, wie gut sind die Bedingungen, gelingt die Anpassung an ein sich veränderndes System und wie gelingt der Gesellschaft das Sicherstellen einer neuen vitalen Generation?
Kinder und Jugendliche kämpfen mit zahlreichen Allergien, Unverträglichkeiten, neuen neurologischen Störungen, emotionalen und kognitiven Herausforderungen, die eng mit dem Darm und der Ernährung verknüpft sind. Dieser Blog möchte heilsame Impulse für die Jugend vernetzen, vor allem natürlich im Bereich der Ernährung.

