
Ernährung im 21. Jahrhundert
Es gibt global gesehen genug Nahrungsmittel und soviel medizinisches und agrarwissenschaftliches Wissen darüber wie nie zuvor. Und trotzdem oder gerade deswegen ist unsere Ernährung zu einem Stressfaktor für die meisten Menschen geworden: von der Unsicherheit der richtigen Ernährungsform, zahllosen Ernährungsempfehlungen mit medizinischer oder spiritueller Superpower, einem schwer umzusetzenden Supplement-Alltag und Schadstoffen in der Nahrungserzeugung. Obendrauf kommt der Streit um den individuellen Genuß, den wiederum die Lebensmittelkonzerne geschickt für sich nutzen, mit weitreichenden Auswirkungen. Die Nahrungsempfehlungen der Ärzte und der Politik sind quasi wirkungslos angesichts der globalen Schwemme an schwierigen Nahrungsmitteln und den Hürden, die mit gesunder Ernährung verbunden sind. Militärische Konflikte und Umweltkatastrophen erschweren zusätzlich die Ernährungssicherheit. Was bedeutet das alles für unseren Alltag und die Frage, was esse ich heute?
Über die Besonderheiten der heutigen Ernährung und ihre vielfältigen Auswirkungen auf unsere Gesundheit und unseren Planeten zu berichten, über den gegenwärtigen Tellerrand hinaus-das ist das Ziel dieses Blogs. Wir reisen mit Mütterchen in die Steinzeit und wagen einen Blick in die Zukunft unserer Ernährung auf der Suche nach Gesundheit, Energie und dem roten Faden der menschlichen Ernährung, oder gibts den gar nicht?
Essen wir noch wie die Steinzeitmenschen oder schon wie Cyborgs?
Die Entwicklung unserer Ernährung von der Steinzeit bis heute spiegelt die Innovations- und Entwicklungsstadien, also den Fortschritt der Menschheit wider.
Von einer relativ stillen, weiten und unbekannten Welt im Paläolithikum (ca. 2.5 Mio. – 10.000 Jahre), in der die Menschen sich jeweils in kleinen Gruppen mit großer Zähigkeit gegen die Natur behaupten mussten, wurde eine hochentwickelte und rastlose globale Welt, in der die Nahrung hochverarbeitet ist- ein Industriegut mit einer langen globalen Wertschöpfungskette, bedroht durch Kriege, Klimakatastrophen und gesundheitliche Risiken durch toxische Stoffe, die unsere globale Gesellschaft produziert.
Wir Menschen haben uns einerseits vom umherstreifenden Steinzeitjägertum zum konsumgesättigten Couch-Potato entwickelt, aber auch neue menschliche Superlative. Die Qualität der Nahrung, sowie die richtige Kenntnis spielen dabei eine zentrale Rolle. Im Science-Blog UR-mütterchen & ZUKUNFTS-mütterchen wollen wir dem Einfluß unserer sich verändernden Ernährung auf unsere Gesundheit auf die Spur kommen und welche evolutionäre Lenkungswirkung Ernährung auf die Entstehung und den Fall von Hochkulturen haben kann.


Ernährungsbedingt krank oder gesund im 21.Jahrhundert?
was sind ernährungsbedingte Erkrankungen überhaupt, welche Auswirkungen kann Ernährung haben?
Medizinische Pillen und Suppelements sind fester Bestandteil bei über 70% der Bevölkerung. Sie ersetzten teilweise die Nahrung oder sollen gut machen, was durch die falsche Ernährung im Organismus verursacht wurde.
Natürlich ist Ernährung nicht verantworlich für jede Erkrankung, aber sie hat täglich enormen Einfluß auf unseren Körper, da alle Bausteine unserer Zellen aus Bestandteilen unserer Ernährung bestehen. Und wir können das für uns nutzen, wenn wir wollen oder richtig informiert sind. Je höher also die Qualität der Nahrung ist, desto besser sind das „Körpermaterial“, unser Befinden und unsere kognitiven Fähigkeiten. Ernährung ist ein zentraler Lifestyle-Faktor, der auch epigenetisch große Auswirkungen hat- zum Beispiel können dadurch gute Gene verstärkt abgelesen werden und schlechtere Varianten bleiben stumm. Damit hat Ernährung Einfluß auf völlig verschiedene Erkrankungen, ist aber eben auch ein wichtiges Tor für Gesundheit. Wir bekommen nicht nur Energie zum Verbrennen, sondern auch etwas anderes: Vitallität, Wohlbefinden & Lebensenergie, so im Sinne von “ You are what you eat!“. Ok- das haben die meisten von uns, glaub ich, verstanden.
Aber wie sieht das im Alltag aus? Was hindert uns daran uns gesund zu ernähren, obwohl wir es besser wissen? Und welche Erkrankungen werden durch unserer Ernährung besonders stark beeinflußt?
Nahrungserzeugung im 21.Jahrhundert
Bei der Frage, was auf den Tisch kommt, war noch vor über 100 Jahren lediglich entscheidend, was in der begrenzten Vorratskammer war, also wie gut man über das Jahr gewirtschaftet hat oder vor etwa 20.000 Jahren, was die Natur im Umkreis von etwa 20 km gerade hergab. Heute kommt das Essen massenweise aus dem Supermarkt, wird im großen Fabriken und Laboren hergestellt, in riesigen Lagern aufbewahrt und rund um den Globus transportiert.
Wir bewegen uns zwischen Überproduktion schädlicher Produkte, neuen Technologien zur Nahrungserzeugung, massiver Lebensmittelverschwendung und einem Dschungel von Empfehlungen was das richtige Essen für uns ist. Worauf genau müssen wir achten in dieser Phase des Wandels? Sollten wir wieder selber anbauen, zurück in die Steinzeit-wieder jagen und sammeln oder nach ganz neuen Lösungsansätzen Ausschau halten?


mütterchen YOUTH – Warum vertragen Kinder heute nicht mehr alles?
Um die Ressourcen und Überlebenskraft einer Population zu beurteilen, betrachtet man am besten den Nachwuchs. Wie gut entwickelt sich der, wie gut sind die Bedingungen, gelingt die Anpassung an ein sich veränderndes System und wie gelingt der Gesellschaft das Sicherstellen einer neuen vitalen Generation?
Kinder und Jugendliche kämpfen mit zahlreichen Allergien, neuen neurologischen Störungen, emotionalen und kognitiven Herausforderungen, die eng mit dem Darm und der Ernährung verknüpft sind. Dieser Blog möchte heilsame Impulse für die Jugend vernetzen, vor allem natürlich im Bereich der Ernährung.
