Über mich

Ernährung, Mütter & Mars – und warum ich mich damit beschäftige
Als studierte Archäologin und Kunsthistorikerin faszinierte mich menschliche Schaffenskraft und der Blick ausserhalb unserer Gegenart schon von klein auf. Als Archäologin sehe ich in der Erde etwas anderes als meine bäuerlichen Vorfahren. Der Erdboden oder Acker ist nicht nur eine mühselige Existenzgrundlage, sondern auch eine riesige Schatzkammer, die uns mit der Vergangeheit verbindet und die Grundlage jeder Kultur.
Mit Ernährung begann ich mich gezielt seit 2018 zu beschäftigten, herausgefordert durch eigene gesundheitliche Probleme. Ich konnte zunehmend immer weniger vertragen, Gluten und Laktose waren als klassische Feinde im Visier, sonst hatte ich keinen Plan, was los sein sollte. Schließlich konnte man das ja überall nachlesen. Aber was mich dann doch gedanklich herausgefordert hat: warum sollten wir auf einmal Gluten und Milchprodukte nicht vertragen oder uns seit 15.000 Jahren noch nicht daran angepasst haben, wo doch die Menschheit, seit es Brot und Milch gibt, die Welt so ziemlich auf den Kopf gestellt hat. Hatte Gilgamesh Blähungen? Schwer vorzustellen, dass auch Sokrates, Aristoteles oder Achill Brainfog hatten? Im alten Ägypten gab es zwar Herz-Kreislauferkrankungen, aber ob Nofretete einen Leaky-Gut hatte, werden wir wohl nie erfahren. Wie kam es, dass im Mittelalter mit Getreidebrei als Grundnahrung, Kathedralen gebaut wurden und die Wissenschaft neue Horizonte entdeckte. Wie konnten wir so trotz Weizenwampe und unterstellter geringer Gehirnleistung so kreativ und innovativ sein, ganz neue Welten wie das Cyberuniversum erfinden und neues Territorium ausserhalb der Erde erforschen?
Hat die heutige Problematik von Getreide, Milch und Fleisch also wirklich etwas damit zu tun, dass wir für diese Lebensmittel nicht gemacht sind oder geht es um etwas anderes, das wir übersehen? Mit meiner Gesundheit hing es weiter bergab, ich litt unter schweren Erschöpfungszuständen, die kein Arzt richtig einordnen konnte, ich mußte selbst herausfinden, was mit mir los war. Als Mutter kleiner Kinder erst recht.
So zog das immer weitere Kreise, historische und medizinische Neugier brachten mich immer weiter in die Materie, was auch für meine Kinder und meine Familie immer relevanter wurde. Letztendlich hat mich die Ernährung- vor allem gezielte Nährstoffe zurück ins Leben gebracht und tun es immer noch, wofür ich sehr dankbar bin. Die Zusammenhänge sind so spannend, dass ich mich beruflich in diese Richtung orientierte und über den Einfluß von Ernährung auf die gesellschaftliche Schaffenskraft nachdachte und die Phasen besonders einschneidender Veränderungen in der Ernährung der Menschheitsgesichte verstehen wollte, um das mit unserer Zeit zu vergleichen, da wir uns ja aktuell auch in einem ziemlichen Ernährungswandel befinden.
Ziemlich inspiriert von zahlreichen auch unorthodoxen Ärztinnen, Ärzten und Forscherinnen verschiedener Disziplinen wie Anthropologie, Medizin, Geschichte, Zukunftsforschung, Archäologie, Biologie, Ernährungswissenschaften, Soziologie und Agrarwissenschaften entstanden langsam neue Netzwerke und Erkenntnisse, die ich auf diesem Blog gerne teilen möchte. Je mehr Zusammenhänge wir rund um unsere Ernährung verstehen, desto besser können wir sie als Quelle für mehr Energie und gesellschaftlichen Fortschritt nutzen.
Ach ja und der Mars- als Symbol für Fortschritt und Zukunftsvision ist er das passende Pendant zur fülligen Venus von Willendorf, die wie eine Urmutter unsere allererste Lebensnahrung symbolisiert- Muttermilch.
