Warum ich mich mit Ernährung beschäftige und wie es eine Reise durch die Zeit wurde

Showcase of ancient pottery and artifacts in a dimly lit museum setting.

Warum ich mich mit Ernährung beschäftige und wie es eine Reise durch die Zeit wurde

Menschliche Kreativität und Erfindergeist faszinierten mich ebenso wie der Blick ausserhalb unserer Gegenwart schon von klein auf.

Als studierte Archäologin sehe ich in der Erde etwas anderes als meine bäuerlichen Vorfahren. Der Erdboden ist nicht nur eine mühselige Existenzgrundlage, sondern auch eine Schatzkammer voller Ressourcen und Geschichten.

Nach verschiedenen beruflichen Etappen in einer großen europäischen Kunstsammlung, sowie als Marketing-Managerin eines britischen Unternehmens, begann ich mich gezielt ab 2018 mit Ernährung zu beschäftigen, herausgefordert durch eigene gesundheitliche Probleme. Ich konnte immer weniger von dem vertragen ohne genau zu wissen was und litt unter starker Erschöpfung. Damals waren Gluten und Laktose als klassische Feinde gleich im Visier, sonst hatte ich keine Ahnung, was los sein sollte. Schließlich konnte man das ja überall nachlesen. Gluten und Laktose gelten als klassische Störenfriede im Darm, die Leaky Gut und Brain Fog machen, Entzündungen fördern, was wiederum einige Anthropologen oder Biologen als Bestätigung sahen, dass der Mensch sich einfach noch nicht angepasst hat an die Nahrung seit Erfindung der Landwirtschaft und Viehzucht und der Darm noch in der älteren Steinzeit steckt.

Aber was mich dann doch gedanklich herausgefordert hat: warum sollten wir auf einmal Gluten und Milchprodukte nicht vertragen oder uns seit etwa 15.000 Jahren noch nicht daran angepasst haben, wo doch die Menschheit, seit es Getreide und Tiermilch auf dem Speisezettel gibt, die Welt so ziemlich auf den Kopf gestellt hat. Das römische Imperium fußte auf Getreide ebenso wie das Reich der Pharaonen. Die mittelalterlichen Kathedralen hätten ohne Getreidebreie nie gebaut werden können und die moderne Luft- und Raumfahrt greift im Grunde genommen auch im wesentlichen auf globale Grundnahrungsmittel zurück, wo Getreide und Milchprodukte ein fester Bestandteil sind. Wie konnten Hochkulturen so komplexe Dinge entwickeln, wenn Getreide und Milch als Grundlage ihrer Ernährung so schlecht für uns sind? Wie konnten wir so trotz Weizenwampe und unterstellter geringer Gehirnleistung so kreativ und innovativ sein, ganz neue Welten wie das Cyberuniversum erfinden und neues Territorium ausserhalb der Erde erforschen?

Hat die heutigen Unverträglichkeiten also wirklich etwas damit zu tun, dass wir für diese Lebensmittel nicht gemacht sind oder geht es um etwas anderes, das wir übersehen? Mit meiner Gesundheit hing es weiter bergab, ich litt unter schweren Erschöpfungszuständen, die mein Arzt nicht richtig einordnen konnte- ich mußte selbst herausfinden, was mit mir los war. Als Mutter kleiner Kinder erst recht.

Letztendlich halfen wirklich unbelastete frische und besondere Nahrungsmittel und gezielte Nährstoffe meinem Körper mich wieder zu regenerieren und andere Ursachen wie Stress oder Infektionen besser wegzustecken. Interessanterweise ähnelte meine Ernährung der meiner Vorfahren, was mir bestätigte, dass bei der Frage, welche Nahrung die beste für uns ist, unsere genetische und mikrobiologische Anpassung eine völlig unterschätzte Rolle in der Debatte spielt, welche Diät die richtige ist.

So zog das immer weitere Kreise, historische und medizinische Neugier brachten mich immer weiter in die Materie. Die Zusammenhänge sind so spannend, dass ich mich beruflich in diese Richtung orientierte und über den Einfluß von Ernährung auf die gesellschaftliche Schaffenskraft nachdachte und die Strukturen von Phasen besonders einschneidender Veränderungen in der Ernährung der Menschheitsgesichte verstehen wollte, um das mit unserer Zeit zu vergleichen, da wir uns ja aktuell auch in einem ziemlichen Ernährungswandel befinden und jeder irgendwie eine andere Meinung zu haben scheint, was di meisten von uns orientierungslos zurücklasst.

Ziemlich inspiriert von zahlreichen innovativen, visionären Ärztinnen, Ärzten und Forscherinnen & Forschern verschiedener Disziplinen wie Anthropologie, Medizin, Archäogenetik, Geschichte, Zukunftsforschung, Archäologie, Evolutionsbiologie, Ernährungswissenschaften, Soziologie und Agrarwissenschaften entstanden langsam neue Netzwerke und Erkenntnisse, die ich auf diesem Blog gerne teilen möchte. Je mehr Zusammenhänge wir rund um unsere Ernährung verstehen, desto besser können wir sie als Quelle für mehr Energie und gesellschaftlichen Fortschritt nutzen.

Ja und der Mars- als aktuell starkes Symbol für Fortschritt, Transformation und Zukunftsvision ist er das passende Pendant zur fülligen Venus von Willendorf, die wie eine Urmutter unsere allererste Lebensnahrung symbolisiert- Muttermilch.